Infos zur Verschmelzung des BTC mit der Tennisabteilung

des TV Bammental

 

10.01.2019

Timeline Verschmelzung (aktueller Stand)

Bisher wurden alle vorbereitenden Tätigkeiten bezüglich Finanzierung und rechtlicher Fragen erledigt. Jetzt steht nur noch der spannende letzte Teil der Verschmelzung aus, und zwar die Mitgliederabstimmung des BTC und des TV Bammental zur Verschmelzung im März 2019.

 

Timeline 201912 

10.01.2019

In der Ausgabe der BAMMENTALER GAIBERGER WIESENBACHER WOCHE·vom 19. Dezember 2018 erschien ein weiterer Artikel mit Marcus Hertel (Abteilungsleiter TV Bammental) und Dieter Krämer (Kassenwart TV Bammental) zur Verschmelzung der beiden Bammentaler Tennisvereine. Hier werden noch einmal alle Fakten, die in der Infoveranstaltung im Dezember kommunziert wurden, aufgeführt.

 

Mitgliederinformationsveranstaltung vor der Entscheidungswahl im März

„Wir verstehen uns als Sportanbieter für alle Generationen in Bammental“

 

Bild krmer hertel

Kassenleiter Dieter Krämer (links) und Abteilungsleiter für Tennis Marcus Hertel (rechts) sind positiv gestimmt für die Wahl zur Verschmelzung am 29. März. Foto fm

 

Bammental.(fm). Die gemeinsame Zukunft der beiden Vereine TV Bammental (TVB) und Bammentaler Tennis Club (BTC) rückt näher (die Redaktion berichtete im Oktober). Am 10. Dezember gab es beim TVB eine Informationsveranstaltung für alle Mitglieder. Sie alleine entscheiden am 29. März über die Verschmelzung und damit über die Zukunft des Vereins. Die Hauptverantwortlichen Marcus Hertel und Dieter Krämer stellten gemeinsam ihr Konzept für die Zukunft vor, wovon nicht nur der Verein, sondern ihrer Ansicht nach auch die ganze Gemeinde Bammental profitieren soll. „Der Mehrwert muss für alle Abteilungen sichtbar sein.“ Mit diesem Slogan ging Tennis-Abteilungsleiter Marcus Hertel beim letzten Mal aus dem Gespräch mit der Redaktion. Die Fakten liegen klar auf dem Tisch: Der TV Bammental übernimmt künftig den BTC und dessen Gelände. Der finanzielle Haken an der Sache? Das Clubhaus ist derzeit noch mit 30.000 Euro Krediten belastet, die es weiter abzutragen gilt, und in die Anlage muss investiert werden. Als Ausgleich dafür will man die alten Tennisplätze an der TV-Halle einer neuen Nutzung zuführen und mit Genehmigung der Gemeinde das Gelände rundumerneuern.

Objekt der Begierde

Konkrete Pläne, ob die Halle dann abgerissen, saniert oder gar erweitert wird, gibt es noch nicht. Das Gemeindeentwicklungskonzept sieht ab dem Jahr 2025 einen festen Betrag von fünf Millionen Euro vor, die hierfür zur Verfügung stehen: „Das Problem, was sich in den anderen Abteilungen auftut, ist, dass ihr Mehrwert noch nicht greifbar ist, während wir vom Tennis finanziell unterstützt werden.“ bringt Marcus Hertel die Sachlage auf den Punkt. Die Frage nach Gerechtigkeit steht im Raum. Gleichwohl würden vom Umbau Handballer und Turner profitieren, sie stellen gleichzeitig die größten Abteilungen innerhalb des Vereins dar. Investitionen in die Zukunft sind für Kassenleiter Dieter Krämer wichtig, gleichzeitig betont er, dass die Abteilung Tennis für die laufende Kostendeckung in der Verantwortung stehe: „Für jede Abteilung gilt, dass der laufende Sportbetrieb mit den Einnahmen gedeckt werden muss. Wir stellen kein Geld zur Verfügung, um etwaige Defizite zu decken.“ Dies gilt auch für die Tennisabteilung. Mit der Übernahme des BTC-Clubhauses und des Sportgeländes entstehen größere Kostenfaktoren, diese müssen durch die Einnahmen der Tennisabteilung gedeckt werden.

Finanzielles Konzept

Für die Verschmelzung hat der Verein Kosten von 15.000 Euro einkalkuliert, die komplett übernommen werden. Darunter fallen Posten wie Grunderwerbssteuer und Rechtsanwaltskosten. Des Weiteren werden 60.000 Euro, u.a. zur Anschaffung neuer Bewässerungsanlagen, investiert und 11.000 Euro als Darlehen angeführt. Diese Verbindlichkeit muss die Abteilung inklusive Zinsen an den Hauptverein zurückführen. Die 60.000 Euro werden je zur Hälfte vom Hauptverein und der Tennisabteilung getragen. Außerdem stellt er klar: „Das Vermögen kommt nicht der Tennisabteilung zugute, sondern dem Gesamtverein.“ Finanzielle Zuschüsse seitens der Gemeinde und des badischen Sportbundes kommen zusätzlich noch hinzu.

Wegweisende Zukunft

Vorstand Dr. Franz Buscholl sieht den Verein auf dem richtigen Weg und trägt die Entscheidung auch aus anderen Gesichtspunkten voll mit: „Wir leben hier in einem Zuzugsgebiet und die Großstädte sind voll. Als einer von 20 Vereinen aus Baden, Südhessen und der Pfalz wurden wir als attraktiver Verein für ein weiteres Projekt der Vereinsentwicklung 2020 ausgewählt. Qualifizierte Fachkräfte und Familien kommen auch künftig nur nach Bammental, wenn das Angebot an Schulen und Vereinen bestehen bleibt. Da sehe ich uns als Verein in der Pflicht, selbigen Teil zu leisten.“ Eben jene Faktoren, die dazu beitragen, dass es beim TVB seit Jahren eine große Auslastung gibt, wovon andere Vereine aus der Region nur träumen können. „Wir verstehen uns als Sportanbieter für alle Generationen in Bammental. Unser ältestes aktives Mitglied ist 92 Jahre, aber auch im Kinderbereich sind wir sehr gut ausgelastet“ schwärmt Dieter Krämer. Der zusätzliche Platz sorge jetzt dafür, dass man neue Sportarten und Angebote ins Programm nehmen könne, die es so bislang noch nicht gab. Der aktuelle Platzmangel ist nämlich akut und allen Verantwortlichen bewusst. So müssen die Budo- Kämpfer auf der Bühne der TV-Halle trainieren und die Kurse für Senioren platzen regelmäßig aus allen Nähten. In Auftrag gegebene Marketingstudien hätten dieses ohnehin bekannte Problem bestätigt.

Positive Grundstimmung

Sowohl Marcus Hertel als auch Dieter Krämer strahlen Zuversicht aus. Die Mitgliederinformationsveranstaltung sei positiv verlaufen und die Vision wurde aus ihrer Sicht von allen verstanden. Hertel spricht von einer „Win-win-win-Situation“ für Gemeinde, Verein und Abteilung. Man müsse die Sichtweise weg vom Tennis lenken und die Gesamtsituation betrachten, damit am Ende nicht nur das Geld im Vordergrund stehe. Ob sich die Mitglieder von ihrer Zuversicht anstecken lassen, wird sich jetzt zeigen. Seine Hoffnung, dass „wir auch zukünftig ob der räumlichen Distanz immer TVl‘er bleiben werden und die Verbundenheit zum Verein wechselseitig erhalten bleibt.“

28.12.2018

 

Am 10.12.2018 fand eine Informationsveranstaltung für alle Mitglieder des TV 1890 Bammental zu der beabsichtigten Verschmelzung der beiden Bammentaler Tennisvereine statt. Hier wurden die Beweggründe die Vor- und Nachteile und die finanziellen Rahmenbedingungen den interessierten Personen erläutert und anschließend rege diskutiert.

An dieser Veranstaltung nahm auch ein Pressevertreter der RNZ teil, der dann folgenden Artikel in der RNZ Ausgabe vom 28.12.2018 schrieb.

 

 Infoveranstaltung

Der stellvertretende TV-Vorsitzende Günter Matt stellte das Vorhaben vor und ging auf die Fragen der Mitglieder ein. Foto:Katzenberger-Ruf

 

Was eine Fusion der Vereine bringen würde

Turnverein und Tennisclub planen einen Zusammenschluss – Der eine hat viele Mitglieder, der andere eine Trainingsanlage

Bammental. (kaz) Der Turnverein (TV) will mit dem Tennisclub (BTC) fusionieren. Erste Gespräche dazu gab es schon Ende 2017, beim Tennis-Training und in der Medenrunde machte man ab Frühjahr 2018 gemeinsame Sache. Was eine Fusion aber wirklich mit sich bringt, darüber informierte der TV nun seine Mitglieder im Obergeschoss der TV-Halle. Schließlich müssen sie – ebenso wie die des BTC – dem Vorhaben mit einer Drei-Viertel-Mehrheit zustimmen. Die „Verschmelzungsunterlagen“ wollen TV und BTC ab 31. Januar in ihrer Geschäftsstelle beziehungsweise in ihrem Vereinsheim zur öffentlichen Einsicht auslegen. Bei außerordentlichen Mitgliederversammlungen am 15. März wird es dann ernst.

Beim jetzigen Informationsabend ging es auch ums Geld und um die Frage: Was kostet die Fusion und was muss der TV in die Tennisplätze des BTC investieren? Rund 30 000 Euro für eine Beregnungsanlage stehen schon auf dem Plan, außerdem wären auf dem Gelände neben dem Schwimmbad Wege und Zäune zu erneuern. Die Gesamtkosten bezifferte der stellvertretende TV-Vorsitzende, Günter Matt, auf rund 125 000 Euro abzüglich der Zuschüsse von Sportbund und Gemeinde, die insgesamt etwa 40 000 Euro betragen.

Zusammen mit Marcus Hertel, Abteilungsleiter Tennis, hatte Matt zuvor dargelegt, warum die Fusion Sinn ergebe: Demnach sind die Mitgliederzahlen in der TV-Tennisabteilung vor allem wegen der hochkarätigen Trainerin Kerstin Garcia stetig steigend; sie liegen derzeit bei 185, etwa 35 Jugendliche sind im Weißen Sport aktiv. Derweil hat der BTC zwar ein schönes Gelände, aber keinen Nachwuchs mehr. Schon während des langen Sommers nutzten Tennisspieler vom Turnverein die BTC-Trainingsstätte samt Vereinsheim, feierten dort im September sogar ihr Familienfest.

Die Tennisplätze hinter der TV-Halle könnten gemäß dem Gemeindeentwicklungskonzept wiederum umgestaltet, aber weiterhin für sportliche Zwecke genutzt werden. Die TV-Halle selbst ist sanierungsbedürftig, wird für den Sport ebenso genutzt wie für kulturelle Veranstaltungen.

Wo soll künftig der Schwerpunkt liegen? Ist es mit einer Erweiterung getan oder muss es ein Neubau sein? Auch solche Fragen beschäftigen die TV-Vorstandschaft am Rande der geplanten Fusion. Doch bei der „Vereinsentwicklung 2020“ gibt es auch klare Vorgaben: Demnach sollen das Kursangebot und die Kooperation mit den Schulen weiter ausgebaut und der Inklusionssport sowie die „Entwicklung zum seniorengerechten Sportverein“gefördert werden.

 

RNZ vom Freitag, 28. Dezember 2018

31.10.2018

 

In der Ausgabe der BAMMENTALER GAIBERGER WIESENBACHER WOCHE·vom 31. Oktober 2018 erschien folgendes Interview mit Marcus Hertel (Abteilungsleiter TV Bammental) und Axel Dopf (Vorstsnd des BTC) zur Verschmelzung der beiden Bammentaler Tennisvereine.

 

Die Zukunft des Bammentaler Tennissports entscheidet sich in den nächsten Wochen

„In beiden Vereinen stecken sehr viel Herzblut und Emotionen“

 

Hertel Dopf 

Seit rund einem Jahr arbeiten Marcus Hertel (li.), Abteilungsleiter Tennis des TV Bammental (TVB), und Axel Dopf, Präsident des Bammentaler Tennis Clubs (BTC), an der Verschmelzung beider Vereine. Foto: fm.

 

 (fm). Eine Gemeinde, zwei Tennisvereine. Es war das Jahr 1974, als eine Interessensge-Meinschaft m dem damaligen Bauamtsleiter und der TV Bammental sich nicht auf eine gemeinsame Tennisabtei-lung einigen konnten. In der Folge wurde die Gründung eines eigenständigen Vereins mit der Bezeichnung „Bam-mentaler Tennis Club (BTC)“ bekannt gegeben. Nur wenige Tage später zog der TV Bammental (TVB) nach und bildete seinerseits eine eigene Tennis-abteilung. Der demographische Wandel nahm aber keine Rücksicht auf Rivalität und Eifersüchteleien. Und so steht der BTC nach jahrelangem Mitgliederschwund vor dem Aus. Helfen soll jetzt eine Verschmelzung mit der Tennisabteilung des einstigen Rivalen. Was im Streit auseinanderging, soll jetzt wieder zusammengeführt werden. Es wurden Gespräche geführt, Infoveranstaltungen geführt und Verträge ausgehandelt. Alles hängt jetzt vom Votum der Mitglieder und deren Zustimmung ab. Vor allem die Mitglieder des TV Bammental und deren einzelne Abteilungen stehen dabei im Fokus. BTC-Vorstand Axel Dopf und Abteilungsleiter für Tennis Marcus Hertel vom TVB waren in den zurückliegenden Monaten maßgeblich an den Verhand-lungen beteiligt. Beide trafen sich im Clubhaus des BTC zum Gespräch mit der Redaktion.

Bammentaler-Gaiberger-Woche:

Wann war die Frage nach der Zusammenlegung beider Vereine erstmals ein Thema?

Axel Dopf:

Vor ungefähr 10 Jahren gab es erstmals Gespräche, die beiden Vereine zu fusionieren. Soweit ich mitbekommen habe, waren die Gespräche relativ weit und sind letztlich an finanziellen Aspekten gescheitert. Auf unserem Clubhaus befanden sich noch Verbindlichkeiten. Es gibt eben immer gewisse Fallstricke und man weiß nie so richtig, ob alle zustimmen werden. Ich bin der Meinung, die überwiegende Mehrheit unserer Mitglieder sieht die Vorteile der Verschmelzung. Der TVB hingegen ist ein Mehrspartenverein, wo alle Abteilungen über die Eingliederung abstimmen werden. Da erwarte ich, dass dies nicht ganz so leicht wird.

Marcus Hertel:

Der Mehrwert und der Sinn der Verschmelzung muss für alle Abteilungen ersichtlich sein. Momentan sind wir da im Dialog und Austausch. Als ich vor 4-5 Jahren in den Verein eingetreten bin, war dieses Konkurrenzdenken noch sichtlich spürbar gewesen. Dass damals der eingeschlagene Weg der Fusionierung gescheitert ist, hat sicherlich Spuren hinterlassen. Da war man so weit, die Geschehnisse von 1974 hinter sich zu lassen und ist dennoch kurz vor dem Ziel leider gescheitert.

B-G-W-Woche:

Wie würde diese Verschmelzung vonstatten- gehen?

Dopf:

Wir als Verein würden uns komplett auflösen und unsere Mitglieder gehen über in den TVB. Eine Fusionierung wäre rechtlich gesehen etwas schwieriger gewesen.

Hertel:

Man muss auch die Beweggründe verstehen, warum der Axel letztes Jahr im Oktober auf mich zukam, um darüber grundsätzlich zu reden. Unser Verein hat mit seiner Breite von 1500 Mitgliedern eine funktionsfähige Struktur mit Geschäftsstelle etc. Bestimmte Abläufe sind bei uns einfachetabliert, die hier beim BTC selbstständig gelöst werden müssen in einem Verein von derzeit rund 125 Mitgliedern. Mit dem Hintergrund, dass es für Vereine immer schwieriger wird den rechtlichen Bereich korrekt auszuführen, muss und braucht es eine funktionsfähige Organisationsstruktur. Allein schon deshalb macht die Integration für den BTC Sinn.

Dopf:

Ich bin damals in dieses Amt zufällig reingeraten, weil mein Vorgänger vor drei Jahren das Handtuch geworfen hat. Auch aus ähnlichen Gründen, warum wir jetzt fusionieren wollen, weil die Bereitschaft nicht mehr da war mitzuarbeiten. In den letzten zwei bis drei Jahren haben wir in einem verkleinerten Vorstandsteam versucht den Verein am Leben zu halten, was jedoch auf Dauer nicht das Ziel sein kann und irgendwann hätte auch ich den Posten aufgegeben und der Verein wäre endgültig aufgelöst worden.

B-G-W-Woche:

Sind die Vorzeichen bei den Verhandlungen jetzt anders als beim letzten Mal, weil zwischen Ihnen die Chemie stimmt?

Hertel:

Ja, ich würde sagen menschlich passt es zwischen uns. Wir haben dieses Jahr gemeinsam den Trainingsbetrieb gestaltet und unser Verein hat den Kassenwart beim TCB gestellt. Im Prinzip haben wir also schon wie ein gemeinsamer Verein agiert.

Dopf:

Ein Hauptproblem war ja auch, dass unser Trainer aufgehört hat und wir den Trainingsbetrieb nicht mehr stellen konnten. Der TVB hat mit Frau Garcia eine engagierte Trainerin, die auch bei uns Trainingsstunden gibt. Aber klar es hilft, dass wir uns verstehen und beide von dieser vormals herrschenden Rivalität völlig unvoreingenommen sind.

Hertel:

Wir haben bei uns einen stetigen Mitgliederzuwachs im Bereich Tennis. Kerstin Garcia hat da einen erheblichen Anteil dran. Sie ist ein Magnet, der Leute anzieht und sehr gute Trainingsarbeit leistet. So etwas spricht sich herum und die Anzahl der Jugendlichen ist stetig gewachsen. Bei so wenigen Tennisplätzen mussten teilweise schon Jugendmannschaften nach Wiesenbach ausgelagert werden um Platzkapazitäten zu schaffen und hier beim BTC waren viele Plätze frei. Zum Teil konnten beide Vereine keine Jugendmannschaften stellen und dann mussten Sportgemeinschaften gebildet werden, anstatt sich gegenseitig zu unterstützen.

B-G-W-Woche:

Welche Vor-und Nachteile ergeben sich bei der Zusammenlegung konkret für Ihren Verein?

Hertel:

Für uns ist die momentane sanitäre Situation mit der Turnhalle nicht ideal. Ferner sind die Platzkapazitäten ein Engpassfaktor. Daher ist das Clubhaus vom BTC mit seinen vielen Tennisplätzen optimal für uns. Alle sind sich aber bewusst, dass in die Anlage investiert werden muss. Wichtige Investitionen stehen vor der Brust wie beispielsweise eine Beregnungsanlage. Unser Platzwart musste dieses Jahr stundenlang in der Frühe die Plätze gießen, so etwas wollen wir künftig vermeiden. Wir haben ein Investitionsprogramm und Finanzierungskonzept erstellt und mit dem Badischen Sportbund etwaige Zuschüsse geklärt. Dazu stellt sich die Frage, welche finanziellen Beiträge kann die Gemeinde oder der Hauptverein liefern. Letztlich hilft die Verschmelzung ja der ganzen Gemeinde, denn durch die freigewordenen Plätze bei uns an der TV-Halle kann etwas völlig Neues für den Sport in Bammental entstehen. Und nicht zu vergessen, für unseren Verein ergeben sich durch den Mitgliederzuwachs höhere Einnahmen, was sich wiederum auf die anderen Abteilungen positiv auswirkt.

B-G-W-Woche:

Investitionsprogramm und Finanzierungskonzepte klingen nach viel Arbeit. Wie groß war der Aufwand tatsächlich?

Dopf:

Marcus hat den größeren Anteil geleistet, dass muss man klar anerkennen. Es ist schwer abzuschätzen wie viel Zeit da investiert wurde. Wir haben Infoveranstaltungen gegeben und ausgelotet wie die Stimmung ist. Auf beiden Seiten war der Tenor positiv. Jetzt hängt alles von der Mitgliederabstimmung ab. Der Druck für unseren Verein ist klar erkennbar, wenn unsere Mitglieder hier auf der Anlage weiter Tennis spielen wollen, muss etwas getan werden. Jeder hat gesagt, es ist die richtige Entscheidung, aber es gibt noch einige Befindlichkeiten. Die älteren Mitglieder oder die Gründungsväter haben gesagt, dass dies nicht funktionieren wird.

Hertel:

Der Aufwand war irgendwann so groß, dass keine Zeit mehr blieb, um selber noch auf dem Tennisplatz zu stehen. In der Spitze würde ich sagen, dass ein Arbeitstag mit acht Stunden die Woche die Regel war.

B-G-W-Woche:

Was sagt Ihr Gefühl wie die Abstimmung verläuft?

Hertel:

Ich bin von der Richtigkeit unseres Weges überzeugt und in der Tennisabteilung stößt er auf breite Zustimmung. Mein Gefühl muss immer positiv sein, wenn dem nicht so wäre, hätte ich den Arbeitseinsatz in den letzten Monaten nicht gebracht. Es gibt für mich keine andere sinnvolle Alternative. Den Status-Quo zu behalten würde den Untergang des BTC und für uns ein absoluter Rückbau bedeuten, weil wir keine Erweiterung der Plätze hinter der Turnhalle hinbekommen werden. Mein Bestreben ist es den Tennissport auszubauen. Wenn ich mich nach vorne entwickeln möchte, ist das die einzige Richtung.

Dopf:

Wir haben im Vergleich zu anderen kleinen Vereinen die Chance weiter Tennis zu spielen. Wenn man sieht, wie viele Vereine große Probleme haben und fusionieren müssen mit Vereinen aus anderen Städten, dann muss man feststellen, die haben es viel schwerer. Wir haben alles in Bammental und damit gibt es auch eine Perspektive für die Gemeinde.

Hertel:

Davon abgesehen gibt es ja bereits gemeinsame Trainingsgruppen. Die „Herren 40“ sind z.B. eine tolle Gemeinschaft geworden, die können sich gar nicht mehr vorstellen getrennt zu trainieren. Da schöpfe ich meine Zuversicht, weil ich einfach sehe wie gut es läuft. Auch die Senioren haben sich aus meiner Sicht gut zusammengefunden. Daher glaube ich, es gibt einige, die mittlerweile den sportlichen Mehrwert klar erkannt haben.

Dopf:

Mein Sohn hat auch mal beim TVB gespielt, als wir keine Mannschaftstellen konnten. Da habe ich mich auch mal getraut auf deren Anlage zu gehen und so fiel die Hemmschwelle miteinander zu reden.

Hertel:

Ich wollte ihn schon als Mitglied anwerben, aber er ist beharrlich beim BTC geblieben (lacht). Man muss die Beweggründe derer verstehen, die sich vielleicht noch etwas schwer tun mit der Verschmelzung. In beiden Vereinen gibt es viel Herzblut und Emotionen auf das was aufgebaut wurde. Die meisten sind gerne bei uns im Verein und haben die Anlage jahrelang ehrenamtlich gepflegt. Wir haben nie einen Dritten von außerhalb damit beauftragt, sondern die Sandkörner quasi selbst umgedreht. Diese Wehmut verstehe ich aber nicht als Ablehnung. Beim BTC war eher das große Thma, dass man die eigene Selbstständigkeit aufgibt. Am Ende muss es uns einfach gelingen, dass alle ihr Engagement künftig in diese gemeinsame Anlage hier voll miteinbringen.

 

Das Gespräch wurde geführt von Fabian Maier.

29.10.2018

Weitere Termine Fusion BTC mit dem TV Bammental Tennis

Wie an der Saisonabschlussfeier bekannt gegeben, sind nunmehr die juristischen Fragen der Vereinsverschmelzung geklärt. Ziel ist es allen Mitgliederinnen und Mitgliedern im Vorfeld der Abstimmung über die Verschmelzung, die Möglichkeit zu geben, alle Fragen rund um den Zusammenschluss zu stellen. Hierzu wird der Vorstand gesondert alle Mitgliederinnen und Mitglieder des TV einladen.

 

Infoveranstaltung

Die Informationsveranstaltung findet am Montag, den 10. Dezember 2018 um 19:00 Uhr im TV Vereinsraum statt. Wir bitten Euch alle um Terminvormerkung und ein zahlreiches Erscheinen.

 

Fragen

Zur optimalen Vorbereitung der Veranstaltung würden wir uns freuen, wenn alle sich aufdrängenden Fragen, bis 18. November 2018 bekannt gegeben werden und an den Abteilungsleiter Marcus Hertel gesendet werden. Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

10.9.2018

Gemeinsame Erklärung des TV 1890 Bammental e.V. (TV) & des Bammentaler Tennis-Club e.V. (BTC)

Getreu unserer Leidenschaft für den Tennissport laufen derzeit Gespräche zur Vorbereitung der Verschmelzung des TV mit dem BTC. Zur Steigerung der Leistungsfähigkeit wollen wir den Spielbetrieb Tennis beider Vereine in die Abteilung Tennis unter Federführung des TV integrieren und den Spielbetrieb vollständig auf den sieben Plätzen in der Schwimmbadstraße durchführen. Die bisherigen Plätze hinter der TV-Halle sollen einer anderweitigen Nutzung zugeführt werden. Hier befinden wir uns in konstruktiven Gesprächen mit allen Abteilungen unseres TV und der Gemeinde Bammental.

Diesem Leitbild folgend wurden bereits in dieser Saison alle sportlichen Aktivitäten auf der Tennisanlage in der Schwimmbadstraße durchgeführt. Die dort gemachten Erfahrungen haben es uns ermöglicht, den gegebenen Investitionsbedarf zu identifizieren, zeitlich zu priorisieren und beachtlich zu quantifizieren. Unser Ziel ist es eine technisch zeitgemäße Tennisanlage in der Schwimmbadstraße vorzuhalten, die es uns erlaubt, dauerhaft auf angemessenem Niveau Tennis zu spielen.

Im Herbst 2018 wird es eine Mitgliederversammlung geben, zu der wir rechtzeitig einladen werden. Dort werden alle erforderlichen Detailinformationen vermittelt und allen Mitgliederinnen & Mitgliedern die Möglichkeit eingeräumt, mit ihrer Stimme die Zukunft für den Tennissport in Bammental mitzubestimmen.

Ausdruck des gemeinsamen Willens der Verschmelzung beider Tennisvereine ist die Durchführung des Familienfestes auf der Tennisanlage des BTC - verbunden mit der Gelegenheit des gegenseitigen Kennenlernens und des regen Austausches. Die Vorstandschaften beider Vereine freuen sich auf zahlreiche Besucher!

10.2.2018

Timeline Verschmelzung

Bisher wurden alle vorbereitenden Tätigkeiten bezüglich Finanzierung und rechtlicher Fragen erledigt. Jetzt steht nur noch der spannende letzte Teil der Verschmelzung aus, und zwar die Mitgliederabstimmung des BTC und des TV Bammental zur Verschmelzung.

 

 Timeline Verschmelzung 20180910
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